Schüttel deinen Speck

Nicht nur Peter Fox ist davon überzeugt, dass an uns gerne etwas mehr dran sein darf, als zur Zeit allgemein gängig. Trotzdem sollten wir die nötigen Sporteinheiten, um fit zu bleiben, nicht vergessen. Der körperliche Energiesparmodus gehört zwar rein biologisch zu uns. Unser Körper möchte noch immer für “schwerere und aktivere Zeiten” gerüstet sein. So lehrt es uns unser steinzeitlicher Vorfahre, doch der konnte damals auch nicht annähernd auf so bequeme Rückzugsmöglichkeiten wie wir heute, zurückgreifen. Auch war für ihn “etwas Süßes” eine grandiose, nicht alltägliche Belohnung zwischen Mammutjagd, Feuerholz sammeln und der Suche nach einem neuen Unterschlupf.

Weg vom urzeitlichen „Energiesparmodus“

Heute sind die Supermärkte voll, das Jagen und Sammeln hat sich weitestgehend erledigt und Zucker findet sich in fast jedem Nahrungsmittel. Da kann dieses “Energiesparen” bei so manchem Organismus zu ein paar fiesen kleinen Kilos zu viel führen. Manchmal auch ein paar Kilos mehr.

Hier sollten wir uns dann bewusst machen, es hilft alles nichts und Bewegung tut uns nur gut. Und das nicht nur wegen der kleinen oder auch größeren Röllchen, sondern auch, weil wir körperlich merken, dass uns mit der Zeit das ein oder andere Wehwehchen plagt, man sich ungelenkig fühlt oder sogar schon vollkommen eingerostet ist. Meistens ist es zuerst der Rücken, der seine Signale sendet.

Es gibt unendlich viele gute Argumente,

um Sport zu machen, zum Beispiel, dass sportliche Betätigung Stress abbaut, dass wir unseren gesamten Bewegungsapparat kräftigen, dass Sport positiv für unser Herz und unseren Kreislauf ist, dass unser Stoffwechsel durch Bewegung reguliert wird, dass Sport generell wichtig für unseren Körper und unseren Geist ist und wir auch so zur Entspannung und zu mehr Ausgeglichenheit kommen.

Doch was nützen uns all diese wunderbaren Argumente, wenn wir nach unserer Meinung zu viel mit uns rumschleppen und einfach nicht hochkommen? Wenn wir auch keine Lust haben uns von den “Dünnen” im Fitness-Studio, wie im Zoo beäugen zu lassen und uns nicht ganz wohl am Platze zu fühlen? Und wenn wir einfach sagen, das letzte Mal habe ich alles gegeben und das hat auch nichts gebracht?

Da hilft meist nur eins. Wir stellen diese Gedanken ab. Reden weniger über unsere Pläne und fangen einfach an. Und dann am besten mit etwas, was unglaublich viel Spaß macht.

Doch wenn wir alles wirklich perfekt machen wollen, kommt davor noch ein kurzer Gang zum Arzt. Bei so einer “sportmedizinisch orientierten Voruntersuchung” checkt dieser, wie es mit deinem Bewegungsapparat, den Gelenken und dem Rücken aussieht. Wie leistungsfähig dein Herz und dein Kreislauf sind und wie dein Blutdruck ist. Bekommst du dann grünes Licht und im besten Fall noch ein paar hilfreiche Hinweise zum Training, dann kannst du loslegen.

Für einen weiterhin guten Start setzen wir uns realistische Ziele.

Das hilft uns auf jeden Fall, dass wir uns nicht überanstrengen und so bald keine Lust mehr an der neu gewonnenen Bewegung haben. Generell liest man immer, dass bei leichtem bis mäßigem Übergewicht Radfahren, Walken oder Schwimmen perfekt wären, vor allem weil diese Sportarten gelenkschonend sind und sich so das größere Gewicht bei der Bewegung nicht schädlich auf die Gelenke auswirkt. Übersetzt, dass man sich durch die neugewonnene Bewegung nicht gleich was kaputt macht, und so sofort wieder den Spaß verliert. Aus überzogenen Zielsetzungen entstehen dann solche Sprüche, wie „Sport ist Mord“. Aber zurück zu den empfohlenen Sportarten. Hier fragen wir uns, warum bei dieser generellen Aufzählung so unglaublich oft Sport auf dem Trampolin fehlt?

Was gelenkschonende Sportarten angeht, macht uns da keiner, außer vielleicht Schwimmen, so schnell etwas vor. Doch nicht allein nur das gelenkschonende Training ist für uns ein Punkt, um auch bei ein paar Kilos mehr zum Jumping Fitness zu raten. Die Schwerkraft wirkt einen Druck auf unsere Zellen aus. Alles muss arbeiten. Selbst bei ganz leichten Bewegungen. Unweigerlich wird so immer und fast alles trainiert. Und ganz wichtig, wir haben Spaß daran, da nicht nur das Training neben seiner Anstrengung super lustig ist, sondern wir uns auch an unsere Kindheit erinnern. Mit Kindheit suggerieren wir im besten Falle Leichtigkeit. Die Schwerelosigkeit trifft uns also auch im Geist und vollkommen emotional. Gerade wenn man sich im Alltag immer durch sein Gewicht und allem, was damit eventuell verbunden ist, auseinandersetzen muss, so hat man beim Jumping Fitness einfach mal die Möglichkeit loszulassen.

Wir wissen auch, dass das Training sehr anstrengend sein kann, doch jeder Trainer hat seine individuelle Art und auch nicht alle Trainer finden eine Stunde zu durchgängig 140 bpm und mehr, gut.

Wichtig ist, jeder bestimmt seine Intensität.

Wer etwas schwerer ist, seinen Lieblingstrainer aber in einem Leichtgewicht gefunden hat, der da vorne alles gibt, der hat das absolute Recht zu sagen: „Ich mach ein bisschen weniger. Ich muss viel mehr Masse bewegen, als dieser “Floh” da vorne. Aber auch meine moderateren Bewegungen machen irre viel Spaß, sind zwar etwas langsamer, dafür technisch sauber und ich fühle mich schon viel wohler.“

Man merkt es tatsächlich als allererstes in der Körperhaltung. Endlich beginnt man wieder „aufrecht“ zu stehen. Rückenschmerzen, die aus Haltungsfehlern hervorgingen, zaubern sich langsam aber nachhaltig weg. Nach einem Training fühlt man sich entspannt und wach. Die Trägheit scheint von gestern. Man fühlt sich gekräftigt und fitter. Das Herz-Kreislauf-System wird deutlich aktiviert. Bänder werden gekräftigt und Gelenke mit mehr Nährstoffen versorgt. Und natürlich verliert man auch ganz nebenbei Pfunde.

WaagenFrust

Bewusst nennen wir diesen Effekt als letzten, denn der sollte in unserer Zielsetzung erst einmal ein positiver Nebeneffekt bleiben. Wer sich nur das Abnehm-Ziel setzt, der kann schnell enttäuscht werden, weil man dazu neigt, direkt nach dem Training zum Spurt auf die Waage anzusetzen und die sich nicht immer gleich erweichen lässt. Außerdem ist nicht zu vergessen, dass mit dem Muskelaufbau auch nicht unbedingt das Gewicht sinkt. Muskeln wiegen einfach mehr als Fettmasse. Kurz, wenn unsere Fitness steigt, muss nicht unbedingt das Gewicht als erstes sinken. Wer es auf sein Gewicht abgesehen hat, der muss auch auf eine gesunde Ernährung setzen.

Letztendlich hat sich aber herausgestellt, dass eine körperliche und geistige Fitness mehr zählt. Denn selbst wenn man ein paar Kilos zu viel hat, können Kraft und Kondition top sein. Erst kürzlich habe wir in einer Zeitschrift dazu ein schönes Fazit gelesen:

“Lieber ein bisschen mollig, aber körperlich fit als dünn und schlapp.”

Wir finden dieses fröhliche Fazit passt perfekt zu Jumping Fitness.